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Problemlage:

Während Corona in der Mitte der Gesellschaft keine Rolle mehr zu spielen scheint, ist die Pandemie in der Pflege noch lange nicht vorbei. Die Schutzmaßnahmen, die das geänderte Infektionsschutzgesetz vorsieht, werden in den Einrichtungen weiter durchgeführt in Teilen jedoch nicht mehr refinanziert. Unsere Befürchtung ist, dass für die Versorgung der Pflegebedürftigen künftig noch weniger Zeit bleibt, weil Personal für Maßnahmen wie etwa Einlasskontrollen abgezogen werden muss. Zudem verursacht die Umsetzung der Schutzmaßnahmen dauerhaft ein großes Maß an Bürokratie. Das belastet die Beschäftigten in der Pflege, die seit zweieinhalb Jahren am Limit arbeiten, einmal mehr. Wir fordern eine Entlastung der Pflege durch die dauerhafte und sichere Refinanzierung von Corona-Schutzmaßnahmen. Es braucht eine gesamtgesellschaftliche und politisch geförderte Solidarität. Der notwendige Schutz vulnerabler Personen ist nicht allein Aufgabe der Langzeitpflege.   

 

Inhalt des Aktionstages „Besuch vor der Tür“ am 7. September 2022: Wir fordern die Angehörigen dazu auf, Besuche am 7. September draußen vor der Einrichtung stattfinden zu lassen. Damit setzen wir ein Zeichen, dass die Kapazitäten für unbezahlte Corona-Maßnahmen nicht mehr vorhanden sind. Sonst bleibt keine Zeit mehr für die eigentliche Pflege.

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